Wir haben iquqiue verlassen. Am Freitag Abend hieß es für uns Sachen und kraxsen packen und ab geht die Post nach san pedro de atacama.
Klingt alles ziemlich einfach, aber wenn man in Chile reist, sollte man sich immer auf kleine oder große Überraschungen einstellen! Eine der positiven Grundeinstellungen die uns dieses Land innerhalb kürzester zeit, quasi eingeimpft hat → niemals irgendetwas erwarten, denn es kommt zumindest auf diesem Fleckchen erde immer anders!
Nachdem wir uns von allen, uns lieb gewonnenen neuen Freunden im backpacker's hostal iquique verabschiedet haben, ging es zum Taxi, das uns drei, samt allem Gepäck und einer anderen deutschen, namens melissa zur Tour Bus Station bringen sollte. nichts leichter als das! Der Taxifahrer holte seine schnüre raus und begann mir nichts, dir nichts alle kraxsen auf dem Dach fest zu schnüren! An sich nichts schlimmes, bedenke man aber die sorgfalt der chilenen und die wichtigkeit der gepäckstücke, da alles materielle hab und gut einer person in so einem rucksack platz findet!
Angekommen sind wir, sogar samt allem gepäck!
Dann wurde nach einer halben stunde wartezeit das gepäck aufgegeben und im bus auf, dem deutschen maßstäben gegenüber, weit aus bequemeren sitzen platz genommen.
So fuhr der bus hinfort und iquiquie ließ er hinter sich.... nicht lange und alle schliefen ruhig und friedlich, bis, ja bis, …. es um 2.30 uhr morgens mitten im chilenischen niemansland zu einer polizei und zoll kontrolle kam!
„bitte steigen sie alle aus. Nehmen sie ihre gepäckstücke in emfang und warten sie bitte an dem ihnen zu gewiesenen platz auf weitere instruktionen.“ schön wär solch eine information gewesen!
Der bus hält, das licht geht an und vereinzelt stehen personen auf, die diese prozedur anscheinend schon kennen. Tja, was bleibt uns übrig, schliesen wir uns der menge halt an. Die rucksäcke stehen schon draußen und alle nehmen an einer art großen bank zur überprüfung der gepäckstücke platz.
Die zollbeamten kommen der reihe nach an allen vorbei. Bei uns angelangt lautet die frage:“ donde van?“ → „alemnia.“ → „ a ok...“ no pregunta, als deutscher ist man hier unten immer fein raus. Deutsche haben natürlich von vorne herein keine drogen oder zollpflichtige dinge dabei, versteht sich ja von selbst!
Nach 10 minuten war alles erledigt und wir wieder weiter auf unserem weg nach calama mit einer spitzengeschwindigkeit von 101 km/h.
Angekommen in san pedro, um 9.30 uhr gings erstmal durch die kleine stadt, zum tante emma laden und zum bäcker und anschließend sofort wieder zum schlafen, denn ein höhenunterschied von 2500 meter müssen drei flachlandmädels wie wir schon erstmal verkraften!
Das hostal, in dem wir nun das vergnügen haben zu verweilen zeigt wieder ganz neue arten des lebens. Täglich und immer pünktlich zu den abendstunden gibt es hier einen stromausfall und die toiletten sind immer im wechsel mit den waschbecken verstopft oder am überlaufen, obwohl man schon gebeten wird kein papier jeglicher art mit runter zu spülen. Der einzige pluspunkt für dieses hostal ist das warme wasser das unmittelbar und stark aus den leitungen fließt, wenn es denn mal fließt!
San pedro ist mit abstand die extremste touristen stadt in ganz chile, merklich spürbar an dem angebot von restaurants, souvenirshops und ausflugsagenturen. Aber auch wir konnten uns dem charme der chilenischen einzigartigkeit nicht entziehen und haben uns für eine tour durch die wüste zu den verschiedenen valle's eingelassen. Es gibt mehrere möglichkeiten diese touren zu bestreiten. manche mit dem auto, manche mit dem fahrrad und manche zu pferd! Natürlich sind wir sofort für die variante mit den pferden begeistert gewesen! Und wenn man schon mal hier ist, warum dann auf sparflamme fahren? Gleich volle 8h! Ganz oder gar nicht! 8h...was das bedeutet wissen wir alle aber auch erst jetzt, einen tag danach!! es wird schon werden, bis zur hochzeit können wir bestimmt alle wieder aufrecht gehen und ohne stöhnen und ächzen weitere distanzen bestreiten!
An dieser stelle noch mal ein Danke an den patriotischen diesciocho, colorete und dorenta, unsere tapferen gaulse die uns mutig und erfolgreich über alle berge, schluchten, dünen und täler getragen haben!
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