Zu Beginn moechte ich verlauten lassen, das es uns sehr freut, das wir durch die ausserordentliche Nutzung unseres Blogs schon in der Lage waren, einen unbekannten Leser zu einem Besuch in diesem wunderbaren Reiseland Chile (quasi) zu ueberreden.
So soll es sein...Was sonst soll man mit einem Blog wie diesem besseres erreichen?
Wer die letzten Eintraege gut mit verfolgt hat (niemandem moechte ich etwas anderes unterstellen, gab es doch so viele Nachfragen nach MEHR), wird bemerkt haben, das es eine grosse Luecke zu bestreiten gibt.
Also nix wie ran an den Speck!
Samstag morgen, halb 6 in Chile...
Wie immer schlummern alle noch sehr tief vor sich hin, immer mit den treuen Gefaehrten Nili und dem Sandmaennchen im Arm. Die Sonne blinzelt ueber die Berge und es sind noch 20 Minuten bis der Wecker seinem Befehl Folge leistet. Unbarmherzig und unaufhaltsam wird er das Kapitel „HappyHouse“ fuer diesen Tag einlaeuten.
…...bumbs.....
Mit schlaftrunkenem Wahrnehmungsvermögen und dem langsam erwachenden, doch ebenfalls fast noch schlummernden Schmerzempfinden, finde ich Friedrich und Sie sich selbst,aufgespießtt auf dem, am Vorabend perfekt von mir positionierten Ladekabel, neben ihrem und zwischen unseren Betten, wieder. Oijoijoi.
Da war das Bett wohl doch...“Ich dachte einmal umdrehen geht noch!“....zu schmal!
Nachdem eigentlich schon wieder Ruhe eingekehrt war und Friedrich mit Muehe und Not durch die Wirren ihres Schlafsacks Weg zurueck in ihr Bett gefunden hat, spielt sich vor meinem inneren Auge alles noch mal ab, wie auf Filmrolle brauche ich einfach nur noch mal auf Play zu druecken. Ich kann nicht anders und und gebe mich dem inneren Bedürfnislachen lauthals hin , Friedrich stimmt mit ein, immer noch nicht vollkommen faehig zu realisieren wie ihr geschah und das einzige was von der anderen Ecke kommt, ist ein genervtes „ggueueueue“...von Thesi, das findet sie gar nicht witzig.
Aber naja, ausgesucht hat sich das niemand und Friedrich erst recht nicht. Als Mal der Tollpatschigkeit traegt sie nun eine Zeichnung, aehnlich dem eines Elektroschockers auf dem Ruecken.
Was wir uns allerdings auch alle nicht ausgesucht haben, ist das Apartement in dem wir nun seit unserer Ankunft in Santiago hausen.
Angekommen im Hotel del Patio, um dort von Luis begruesst zu werden, hatten wir keine Vorstellungen, was uns erwarten wuerde.
Luis schaffte es schon innerhalb der ersten Minute alle unsere Erwartungen an ihn vollkommen zu sprengen, denn erstmal sollte er eine Frau und zweitens, dem Englischen nicht maechtig sein. Soweit waren die vorab-Informationen von unserer lieben Anette (unsere Kontaktperson von ContactChile). Beides erwies sich jedoch anders und so wurden wir in diesem Moment mit „Freddy Mercury“ bekannt. Ich schwoere bei allem was mir heilig ist und einem Indianer-Mapuche-Ehrenwort, das dies die realste Wiedergeburt auf Erden ist, auch wenn er sich uns erst jetzt offenbart hat, nachdem von seinem Vollbart nun nur noch der Schnurrbart, oder auf lauteranisch die „Rotzbremse“ uebrig ist!( Foto ist noch in Arbeit...)
Wie dem auch sei, Luis hiess uns Willkommen und fuehrte uns durchs Hotel und auf dessen Dachterrasse, von welcher man einen wundertollen Blick aufs Patio-Bellavista und die Anden hat. Nimmt man sich dann ein wenig Zeit auf dieser wundertollen Dachterrasse, die man als Gast fuer 120 Dollar die Nacht geniessen kann, sieht man links dieser einen Wohnblock, der ungelogen die des WK X bei weitem an der Haesslichkeit der Aussenfassade und dem Zustand der Baumaterialien uebersteigt. Einen krasseren Gegensatz haette man nicht finden koennen.
Mit dem Hinweis, das wir nun unser Apartement sehen wuerden, fuehrte uns der liebe Luis in eben diesen, gerade beschrieben Gegensatz-Block.
Zwischen der ersten und zweiten Sicherheitshuerde (dem Gittertor am Eingang und der doppelt gesicherten Eingangstuer) kam Thesi noch mal die deutsche Bedeutung fuer Apartement in den Sinn, in der es hiess, dies sei eine Einraumwohnung mit integrierter Kueche.
Uns waere alles recht gewesen. Auf der Hinfahrt kamen uns schon utopische, ja fast wahnwitzige Gedanken eines eigenen Badezimmers, da wir annahmen mit im Hostel zu wohnen.
Eigentlich haben wir uns nur einen Schrank gewuenscht, um die Wirklichkeit des laengeren Aufenthalts fuer uns selbst zu verdeutlichen. Denn es macht einen unheimlichen Unterschied, ob man aus der Kraxse oder einem Schrank lebt!
Als sich dann jedoch das vierte Schloss an unserer Wohnungstuer und somit die die dritte Sicherheitsschranke , nach einem verhaltenen Klicken oeffnete, wurden wir von einer Ansammlung leeren Raumes ueberwaeltigt.
Von wegen Einraumwohnung mit integrierter Kueche.
Schon allein die Kueche ist in zwei Raeume unterteilt. Von geteiltem Wohn- und Essbereich, so wie dem Ankleidezimmer der Frau Kohls moechte ich gar nicht erst beginnen.
Wir nennen nun, fuer die kommenden 10 Wochen, eine 2-etagige 5-Raum Wohnung unser eigen, in der fuer 10 Schlafgaeste Platz ist und die sich zu allem Uberfluss noch mit einer 2-etagigen Dachterrasse oben drauf schmueckt. Die laesst die Dachterrasse vom Hotel alt aus sehen. Das sag ich euch! Natuerlich befindet sich an fast jedem Zimmer ein Balkon, versteht sich ja wohl von selbst!
Dieses Ausmass an Platz hat auch schon mehrere Aktionen ueberstanden!
Es diente uns schon als Friseursalon, Sporthalle, Kantine, Garage fuer die Fahrraeder und Entspannungsort fuer Koerper und Geist.
Mehr fuer den Koerper als fuer den Geist, denn hier siehlt sich staendig jemand auf den Sofas rum um zu faulenzen, aber zum dumm quatschen, ist dann doch immer noch genug Kraft da!
Also, ich bin fuer ne Grillparty in unserem zeitweiligen zu Hause! Wer ist dabei?
Eingeladen ist, wer das hier liest. Wir warten auf eure Rueckmeldung, sagt uns einfach wann es euch passt! Wir sind da variabel.
Soso, die Prinzessinnen tummeln sich nun also in ihrem eigenen Palast und warten auf Männer zur Unterhaltung? Schämen solltet ihr euch! ;)
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