Mittwoch, 30. September 2009

die wundervollen eigenarten einer jeden nation


Nachdem wir mittlerweile eine ganze woche hier in chile sind, bekommen wir einen immer realistischeren und tieferen einblick in die kultur dieses landes!
als tourist oder backpacker, welche wir hier sind, ist es schwer in so kurzer zeit alles zu erfassen und raus zu finden.
die oberflächlichen verhaltensweisen oder eigenarten sind schnell entdeckt!
So zum beispiel die vielen straßenhunde, die wir bereits ein paar posts vorher erwähnt haben, oder die aasgeier auf ihren palmen, die exakt wie schweine grunzen können. believe it!
mittlerweile sind uns aber noch ein paar andere sachen aufgefallen, die wir euch, unseren lesern, natürlich nicht vorenthalten wollen.

Als frau im allgemeinen, aber besonders als ausländerin jeglicher europäischer herkunft, kommt man sich bei einem bummel durch die innenstadt oder dem weg zum supermarkt schnell mal vor als wär man die prachtkuh auf einem viehmarkt. überall, aus jeder ecke und jedem hauseingang, pfeift, schmatzt, und ruft es (zum glück auf spanisch, sodas wir nur die hälfte oder nichts verstehen).
macho sein, bzw. das machotum sind hier noch vollkommen vorhanden und tragen in jeder generation prächtige blüten!
außerdem geht hier in chile nichts über das mittagessen und fleisch. es ist quasi existentiell.
seit montag sind wir täglich in unserer sprachschule und lernen fleißig spanisch, der verständigung halber.
und seit montag bekommen wir täglich, mehrfach, von unseren beiden lehrerinnen franciska und susanna, restaurant bzw. essensempfehlungen!
das ist aber auch kein wunder, bei der fülle an angeboten.tägliches, gemeinsames essen ist hier in chile mittelpunkt des tages und recht billig. für ein drei-gänge- menü, mit suppe/salat, hauptgericht, dessert und einem getränk, bezahlt man hier 2000-3000 pesos = 4-5 euronen.
wie überall, gibt es hier die normalen fast food restaurants, aber hier hat sich eine eigene chilenische fast food kultur entwickelt. der absolute renner sind hier completos ( hotdogs mit allem was man sich nur denken kann...( sauerkraut, soßen, gemüse, advocado,...)) & empanadas (teigtaschen, gefüllt mit käse, fleisch, gemüse...).
Kauft man in diesem land nichts was mit fleisch, käse, wurst oder fertigessen zu tun hat, ist es und das garantiere ich mit meiner sehle,so süß, das es einem alle zähne rauszieht!
brot schmeckt wie pappe, aber marmelade, kekse, milch und saft(saft darf man es nicht mal schimfen, denn es gibt hier nur verdünnten sirup) sind so süß, das sich ein marc heyne wie im siebten himmel der alltäglichen lebensmittel fühlen würde.

friedrich hat sich mittlerweile auch sehr gut eingelebt und zwei neue hobbys für sich entdeckt. Obwohl es wirklich nicht schwer ist friedrcih für neues zu begeistern.
1. solo-halma, mit dem ziel nur einen stab am ende zu haben. (bisheriger rekord sind zwei, zusammen mit reisegefährtin riah)
2. das bilderrätsel von oben.( mal sehen wer es als erstes löst...)

zum schluss noch eine kurze anekdote von gestern abend.
beim gemeinschaftlichen selbstgemachten hamburger-essen, haben wir drei holländer kennengelernt und einer sagte etwas wirklich passendes zu diesem land und seinen leuten.

Die chilenen sprechen unheimlich undeutlich und schnell, aber das ist auch wirklich das einzige was sie schnell machen!=)

buenos noches y hasta manana

Montag, 28. September 2009

Carabineri- dein freund und helfer





die chilenische polizei hat, wie die in deutschland, ein vielseitiges einsatzgebiet... neben büroarbeit, verteilen von knöllchen oder begleitschutz bei demonstrationen... kann es hier auch schon mal passieren, das man sich als polizist auf der einzigen überlandstraße chiles, in der nähe von humberstone wieder findet, auf der der gesamte verkehr des östlichen und westlichen nordens zusammen trifft und diesen ordnen muss, da keine regelung durch haupt und nebenstraßen vorhanden ist!
Neben wüstensand, vielen autos und bussen und den schon seit den 60ern stillgelegten salpeterminen kann man an einem normalen arbeitstag also nichts bewegendes erleben!
Bis...ja bis die reisgruppe des friedrich am vientisiete de septiembre de dos mil nueve (27.9.09) auf die wirklich glorreiche idee eines ausfluges nach humberstone kommt!!
Nachdem sie noch in iquique, nach zwei stunden endlich die richtige haltestelle und die passenden fahrkarten hatten, gestaltete sich die hinfahrt mit dem bus in das 50 km von Iquique entfernte Humberstone als äußerst einfach & unkompliziert.
Nachdem friedrich und freunde nach einer ausgibigigen tour den park verließen, fragten sie den netten, alten chilenischen herrn ohne jegliche englischkenntnisse am einlass, nach der bushaltestelle von der der bus nach iquique normalerweise abfährt. Dieser lächelte freundlich und zeigte uns die richtung nach iquique...
Also liefen friedrich und seine freunde durch die immer dunkler werdende und mittlerweile sehr kalte wüste in richtung iquique. Anstatt auf eine bushaltestelle, trafen sie auf die auf vier liebenswürdige feuerwehrmänner (BOMBEROS).
eine, mitten in der wüste installierte leuchttafel wieß die reisegruppe darauf hin,“48 km bis iquique“ ...alle hoffnung bei den bomberos und das schicksal der drei in deren händen.
Niemand verstand niemanden. Dafür verstanden sich am ende aber doch alle unmissverständlich.Vollkommen ohne worte, stattdessen aber mit einem ständigen freundlichen lächen.
Hilfsbereitschaft in chile kennt wirklich keine grenzen, alle hebel werden in bewegung gesetzt.
vor allem für gringos aus der sich unsere liebe reisegruppe zusammen setzt. so wurden sie nicht etwa in die andere richtung zu ihrem haltestelle dirigiert, nein sie wurden von den vier männern für eine kurze fahrt, vorbei an ihrem elementaren haltestellenhäuschen ins feuerwehrauto eingeladen.
Die fahrt endete am anderen ende vom eingang humberstones bei......
den carabeniris!!!(geschickte hinleitung zur überschrift, und weiter geht’s im text)
am ort des geschehens angekommen gibt es eine absprache zwischen bomero und carabinero.
Der Bomero kommt zurück, sieht sie an, sagt „ok“ und zeigt mit seinem daumen gen himmel.
Verwunderung... nähere erklärung: „iquique...carabineri...bus“ - „okay?“... okay! Was bleibt auch anderes übrig? Der rettende bus fuhr vor zwei minuten vorbei...
augenblicklich wird der komplette verkehr des nordens lahmgelegt um die straße überqueren zu können und in dem warmen polizeibus platz zu nehmen.
Es dauerte nicht lange und sie wurden mit internet ausgestattet und mit licht ausgerüstet.alles wurde zu ihrem wohlbefinden eingerichtet.
Verblüffend... vollkommen verblüffend!!
dann kam der bus und wurde nur für sie, 50 meter von der haltestelle entfernt, aus dem verkehr gezogen und die drei wurden im sonderbus, allein nach iquique, bis vor die haustür schoffiert!! das einzige was busfahrer und assistent dafür haben wollten war ein foto vonden dreien... ohne worte... geld wurde generell abgelehnt, aber was sie nicht wissen ist, das sie ihnen heimlich noch 3000 pesos untergeschmuggelt haben...

was für ein tag für friedrich und seine reisegruppe! Mit spanisch wäre es einfacher gewesen, aber auch auf keinen fall so einzigartig lustig!
Hasta luego

Samstag, 26. September 2009

how to shop in chile, when having a friedrich!


Einkaufen in chile kann schon mal ein kleines abenteuer werden! nicht nur, das man nicht ein einziges, verflixtes wort auf den etiketten versteht ( außer vielleicht wenn schickes bildmaterial als kommunikatiosunterstützendes mittel vorhanden ist!), nein wenn man dann auch noch einen friedrich mit in seiner reisegruppe hat, öffnen sich ganz andere ebenen der kommunikation. so war es für uns möglich die komplette mannschaft des kassenbereiches für 10 minuten köstlich zu unterhalten...später mehr

bei unserem ersten einkauf im elektro-fachgeschäft hat alles geklappt und alles was wir wollten befand sich in unserem besitz, bis wir durch die sicherung am ausgang wollten und es zu piepen begann. kurz wurden personalien samt identifikationnummer des reisepasses in eine bereits ziemlich gefüllte liste eingetragen und der vorfall war schon erledigt!

bei unserem zweiten einkauf in einem supermarkt wurden wir freundlich, jedoch recht bestimmt aus dem hintergrund und ohne viele worte, außer seniorita, seniorita darauf aufmerksam gemacht, das man mitgebrachte tüten am eingang zu kleben lassen muss! wieder was gelernt...

und letztendlich bei unserem bis jetzt dritten einkauf, hat es unser lieber friedrich geschafft alles bis jetzt geschehene zu toppen!
bei unserem heutigen frühstück äußerte unser lieber friedrich den wunsch nach einer marmelade für die kommenden frühstücke... gut soll er ihren willen bekommen.
im supermarkt angekommen gings auf die suche. vor dem marmeladenregal feilschte friedrich um jeden pesos, 20 ücken haben wir gespart, dank der auswahl der sauerkirschmarmelade vor der erdbeermarmelade. (drei cent!)
nun aber nix wie ab zur kasse. gleich mal die leistungsfähigkeit der neuen kreditkarte des freidrich ausprobieren.
der nette junge herr an der kasse waltete seines amtes und zog alles über die kasse, bis...die sauerkirschmarmelade seinen normalen arbeitsweg kreuzte. sie wollte und wollte einfach nicht auf den kassenzettel, nun gut dann eben den strichcode als letzte instanz!
jetzt wechselte die visakarte ihre besitzer und..... funktionierte nicht.
schweigen des jungen verkäufers auf der einen und abwarten unserer reisegruppe auf der anderen seite.
hier kam der filialleiter in spiel. er kam, sah und fing an wie ein wilder zahlen und tastenkombinationen in die kasse zu tippen. friedrich lächelte bestimmt.
nun griff er nach einer tafel schokolade und scannte sie zu unserer einkaufsliste. friedrich samt reisegruppe staunten abwartend.
nun flogen spanische und deutsche brocken durch die lüfte und ein verstörtes freidrich blieb zurück, bis ein hilfsbereiter chilene der nebenkasse auf englisch die forderung des schoko-mannes übersetzte. er verlangte nach friedrichs identifikatiosnummer- passport?, passport?. verwunderung in allen gesichtern.
nach der eingabe dieser information funktionierte immer noch nichts, also cash bezahlen- klingt einfach, aber bestimmt nicht mit einem friedrich an deiner seite.
scheine waren nicht das problem, aber dann kam es zu den münzen...friedrichs gespür für fremdwährungen gleicht dem einer kartoffel...mit dem nicht so geschickten versuch des unterjubelns von euronen in die pesoskasse wurde friedrich mehrmals aufgefordert, wenn auch nur durch ein passives lächeln des netten jungen, den restbetrag zu begleichen, kartoffeln brauchen manchmal eben länger für informatiosverarbeitungprozesse...jedoch sind sie dafür auch umfassender. so kam dann letztendlich der gesamte kassenbereich in den genuss zu lernen, wie sehr sich ein 100 pesos stück mit dem ein euro stück gleicht.
alle freuten sich über den gringo-friedrich der ihren wissensstand durch neue lernmethoden zu erweitern suchte!
ein hoch auf unseren friedrich, alles kam in die tüten, die pesos in die kasse und die schokolade zwar auf unseren einkaufszettel aber nicht in die tüte!...so kanns gehen...
einkaufen, ein abendteuer mit unserem friedrich!!
gracias für lesos unser muchas langos textos!

riahfriedrichthesi

Freitag, 25. September 2009

über uns kreisen schon die aasgeier...



iquique hat uns drei gut aufgenommen.
nachdem wir unseren letzten blog veröffentlicht haben wurden wir noch am brasilianischen check-in in sao paulo namentlich ausgerufen... eine kleine änderung der sitzordnung: plätze am notausgang, juchu endlich beinfreiheit!!
angekommen in santiago hieß es warten, warten, warten, mal wieder ganze 9 stunden! dann kamen wir endlich in iquique an, nachdem unsere kraksen wieder in unserem besitz waren wurden wir auch schon von luiz, einem älteren netten herren abgeholt.nett aber sehr wortkarg. die einzigen informationen von ihm waren wie lange wir nach iquique brauchen (30 min) und als wir da waren, das wir da waren!der flug war echt heavy, denn nach 48 stunden reisezeit bekommt man dann auf einmal schüttelfrost und schwindel( unter dem einige von uns immer noch ein bisschen zu kämpfen haben)
das hostel in dem wir wohnen ist super schick. viele nette leute, gemütliche einrichtung, ein zimmer zwischen den anden und dem pazifik und ein klo mit intergrierter dusche oder anders herum wie man es sehen möchte. 2 in 1!
Überall in iquique finden sich straßenhunde, manche sogar mit t-shirts, welche sie wahrscheinlich irgendwann von einer lieben sehle geschenkt bekommen haben! entweder liegen sie in den blumenkübeln in der innenstadt oder auf dem bürgersteig und man muss aufpassen das man nicht mal über einen stolpert!
neben den hunden, kreisen hier auch eine menge aasgeier, ja aasgeier und keine möwen. sobald die sonne untergeht sammeln sie sich in gruppen zum schlafen auf den palmen die die straßen säumen uns schauen auf einen hinunter...
Außerdem ist es hier verboten mit den kinderwagen in den malls die rolltreppen zu benutzen, also werden alle kleinen kidz in decken auf den armen durch die mengen von menschen und kleiderständern getragen. die malls haben hier übrigens sieben tage die woche von 9 a.m. bis 10p.m. offen! dafür macht hier aber auch wirklich jeder seine berühmte siesta!=)
So langsam gewöhnen sich körper und geist an die zeitumstellung. ihr liegt jetzt schon im bettchen um drei uhr morgens und wir lassen uns jetzt unser Abendbrot schmecken um 9 uhr abends... verrückte welt!
bis bald geliebte freunde und familien.
adios i gracias das ihr diesen text ebenfalls gelesen habt.

Donnerstag, 24. September 2009

Lass ma nach Chile fliegen- wie aus einer fixen Idee plötzlich doch noch Realität wird

Dass sich aus unserer fixen Idee wirklich mal der Tag entwickelt an dem wir mit etlichen Tränen in den Augen in einem Zug an der Tür stehen, hatte wohl niemand von uns wirklich geglaubt und realisiert haben wir es wohl immer noch nicht richtig. Aber als der Zug den Bahnhof in Leipzig verließ und sich alle etwas beruhigt hatten, machte sich durchaus Vorfreude auf das Kommende breit, auch wenn wir immer noch nicht glauben konnten, dass es nun wirklich los geht. Wahrscheinlich realisieren wir das ganze erst, wenn wir nach 2 Wochen immer noch nicht in unserem eigenen Bett aufwachen.
Nachdem wir mit dem Zug nicht da angekommen waren, wo wir sollten (Feuerwehreinsatz am Bahnhof Frankfurt/ Flughafen) hieß es warten warten warten... ganze 6,5h.
Schließlich ging es pünktlich 2 Stunden vor Abflug zum Check- in. Wir wollten immerhin die ersten sein, um die besten plätze abzugreifen und waren schlussendlich die letzten. Unseren check- in-schalter fanden wir auf anhieb. allerdings wollte uns die lufthansa erst nicht haben und schickte uns zu einer anderen fluggesellschaft am anderen ende des größten flughafen deutschlands. Dort stellten wir uns gaaaaanz weit hinten an und warteten brav bis zum schluss, um letztendlich festzustellen, dass man uns auch hier nicht will. Man schickte uns wieder zur lufthansa.
Der vorteil: wir mussten nun nicht mehr anstellen und lange warten, denn nun waren wir ja eh die letzten.
Der nachteil: wir hatten nun weder die erwünschten fensterplätze, noch saßen wir zusammen, sondern waren alle drei getrennt voneinander im flieger verteilt.
Doch glücklicherweise konnten die 2 angsthasen Maria Mrs Heyne und Theresa Mrs Kohls durch gekonnte englische Überredungskunst doch noch zusammen sitzen. Auch herr friedrich candy hatte viel spaß mit ihren 2 sitzgenossen.
Insgesamt war der flug mit allem drum und dran recht angenehm, da wir viel schlafen konnten. Nur zum schluss wurde alles etwas nervig und anstrengender, da jetzt auch die kleinen kinder nach 11 Stunden die geduld verloren und es aus alles ecken und vollem hals penetrant von irgendwoher brüllte,kreischte, schluchzte, seufzte und schrie.
Nach 12 stunden flug sind wir nun erschöpft, aber dennoch gut gelaunt in sao paulo gelandet. Gerade waren wir unsere beißerchen putzen und warten jetzt eine gute stunde auf unseren flug nach SANTIAGO DE CHILE!

Ombregano, dass ihr diesen text gelesen habt!

OI!!! (unser neues Handynetz in Brasilien)