Freitag, 16. Oktober 2009

die Reihe ist komplett...




mit dem bus von san pedro nach copiapo in nur 13 stunden! Nie im leben hätten sich einige mitglieder unserer reisegruppe freiwillig einer solchen prozedur in ihrer heimat unterzogen! Aber bei dem luxus des busreisens wie wir in hier vortreffen würde niemand nein sagen zum busfahren, egal wie lang es dauern sollte!jedoch sprechen wir schon hier gesammelt die empfehlung des reisens bei nacht aus, da man erstens eine nacht im hostal spart und zweitens somit am zeitoptimiertesten seine reise vollführt!
Es gibt hier in den bussen überall eine art männliche stewardess, die einem die decken, sowie kissen reicht oder liebevoll unter den kopf legt, wenn man schon schläft und sich um alles kümmert was anfällt! Die busse sind immer tippi toppi sauber und selbst wenn sich wie eben, gerade mal ein süßes, kleines, quängeliges kind hinter uns übergibt, dauert es maximal eine minute und die gute seele steht mit chlorreiniger, lappen und einer freien hand, zum fenster öffnen bereit!
Bis zum bus muss man aber erstmal kommen.
Um san perdo und seiner klaustrophobischen stimmung, hervorgerufen durch die verwinkelten gassen und identischen weißen fassaden die ein orientierung unmöglich machen,zu entkommen, unternimmt man, wenn gesundheitlich und finanziell möglich, unheimlich viele touren.
schließlich ist san perdo bekannt, nicht wegen der stadt selbst, sondern nur wegen seiner umliegenden besonderen sehenswürdigkeiten.
Die pferdetour haben wir ja schon erwähnt und um den heilungsprozess des schmerzfreien gehens radikal zu beschleunigen, haben wir uns diesmal für die „tatio geisire“, 2 stunden von san pedro entfernt, in kombination mit einer anschließenden tour zu den salzseen und lagunen vor den stadtmauern an einem tag, entschieden.
Früh um 5 gings los!
Eigentlich.
Laut der agentur, auf die man sich logischerweise verlässt, hieß es, der bus ist um 5 da, um uns ab zu holen. Als wir dann um halb 5 aufgestanden sind um uns fertig zu machen, stand der gute busfahrer samt guide schon eine halbe stunde vor dem hostal!
... mit uhrzeiten haben wir einfach kein glück. Tags zuvor hieß es die pferdetour beginnt um 9 vor unserer haustür. Glücklicherweise haben wir unseren wecker auf halb acht gestellt, der körperhygiene zu liebe, da in der nacht die uhren vorgestellt wurden und es nun auf einmal nicht mehr halb acht sondern halb...mittlerweile dreiviertel neun war, waren wir gerade noch rechtzeitig zum verabredeten zeitpunkt fertig...
wie auch immer, dick eingemummelt und mitten in der 20 mann starken und eine stunde wartenden reisegruppe, haben wir dann im bus platz genommen und sind mit dem sonnenaufgang im tal der geisire angekommen.
Das höchste feld von geisiren auf der ganzen welt, mit 4300 meter höhe geht an keinem einfach so spurlos vorbei! Beeindruckend...riah ist, im wahrsten sinne des wortes, fast aus den latschen gekippt!
Höhenkrankheit...an dieser stelle kann ich nur spekulieren, aber meine reisegefährtinnen haben mir berichtet, ich sei in diesem moment „unheimlich schlecht geschminkt“ gewesen, mit hervortretenden adern unter den augen und einem gelben schleier im gesicht!
Naja, wenigstens ist somit das biologische gleichgewicht in unserer gruppe wieder hergestellt und der fairness halber, jeder mal dran gewesen!
Nach den geisiren und einer dreistündigen pause im hostal ging es dann zu den salzseen, in denen es sich wunderbar schweben lässt, überwindet man einmal die kälteschwelle. Candy hat gekniffen, aber Riah war dafür beim heißen bad bei den thermalquellen am morgen ja wie bereits erwähnt, ebenfalls verhindert!
Thesi hat an diesem tag alles mitgenommen was ging...hat ja auch schließlich noch ein bisschen was aufzuholen, die gute.

Auf diesen touren hat unser lieber friedrich auch noch ein neues hobby für sich entdeckt, neben dem solohalma und dem in stücke schneiden von naranjaschalen, ( auflösung des Rätsels finden sie hier) ist nun das flamingo-bingo in unsere mitte getreten!

Dazu kann man als mit-gefährtin nur sagen, „entschuldigung,sie kommt aus lauta und gehört einer ethnischen minderheit an...“
Liebenswert ist sie aber trotz allem!

das glück der erde, liegt auf dem rücken der pferde.




Wir haben iquqiue verlassen. Am Freitag Abend hieß es für uns Sachen und kraxsen packen und ab geht die Post nach san pedro de atacama.
Klingt alles ziemlich einfach, aber wenn man in Chile reist, sollte man sich immer auf kleine oder große Überraschungen einstellen! Eine der positiven Grundeinstellungen die uns dieses Land innerhalb kürzester zeit, quasi eingeimpft hat → niemals irgendetwas erwarten, denn es kommt zumindest auf diesem Fleckchen erde immer anders!
Nachdem wir uns von allen, uns lieb gewonnenen neuen Freunden im backpacker's hostal iquique verabschiedet haben, ging es zum Taxi, das uns drei, samt allem Gepäck und einer anderen deutschen, namens melissa zur Tour Bus Station bringen sollte. nichts leichter als das! Der Taxifahrer holte seine schnüre raus und begann mir nichts, dir nichts alle kraxsen auf dem Dach fest zu schnüren! An sich nichts schlimmes, bedenke man aber die sorgfalt der chilenen und die wichtigkeit der gepäckstücke, da alles materielle hab und gut einer person in so einem rucksack platz findet!
Angekommen sind wir, sogar samt allem gepäck!
Dann wurde nach einer halben stunde wartezeit das gepäck aufgegeben und im bus auf, dem deutschen maßstäben gegenüber, weit aus bequemeren sitzen platz genommen.
So fuhr der bus hinfort und iquiquie ließ er hinter sich.... nicht lange und alle schliefen ruhig und friedlich, bis, ja bis, …. es um 2.30 uhr morgens mitten im chilenischen niemansland zu einer polizei und zoll kontrolle kam!
„bitte steigen sie alle aus. Nehmen sie ihre gepäckstücke in emfang und warten sie bitte an dem ihnen zu gewiesenen platz auf weitere instruktionen.“ schön wär solch eine information gewesen!
Der bus hält, das licht geht an und vereinzelt stehen personen auf, die diese prozedur anscheinend schon kennen. Tja, was bleibt uns übrig, schliesen wir uns der menge halt an. Die rucksäcke stehen schon draußen und alle nehmen an einer art großen bank zur überprüfung der gepäckstücke platz.
Die zollbeamten kommen der reihe nach an allen vorbei. Bei uns angelangt lautet die frage:“ donde van?“ → „alemnia.“ → „ a ok...“ no pregunta, als deutscher ist man hier unten immer fein raus. Deutsche haben natürlich von vorne herein keine drogen oder zollpflichtige dinge dabei, versteht sich ja von selbst!
Nach 10 minuten war alles erledigt und wir wieder weiter auf unserem weg nach calama mit einer spitzengeschwindigkeit von 101 km/h.
Angekommen in san pedro, um 9.30 uhr gings erstmal durch die kleine stadt, zum tante emma laden und zum bäcker und anschließend sofort wieder zum schlafen, denn ein höhenunterschied von 2500 meter müssen drei flachlandmädels wie wir schon erstmal verkraften!
Das hostal, in dem wir nun das vergnügen haben zu verweilen zeigt wieder ganz neue arten des lebens. Täglich und immer pünktlich zu den abendstunden gibt es hier einen stromausfall und die toiletten sind immer im wechsel mit den waschbecken verstopft oder am überlaufen, obwohl man schon gebeten wird kein papier jeglicher art mit runter zu spülen. Der einzige pluspunkt für dieses hostal ist das warme wasser das unmittelbar und stark aus den leitungen fließt, wenn es denn mal fließt!
San pedro ist mit abstand die extremste touristen stadt in ganz chile, merklich spürbar an dem angebot von restaurants, souvenirshops und ausflugsagenturen. Aber auch wir konnten uns dem charme der chilenischen einzigartigkeit nicht entziehen und haben uns für eine tour durch die wüste zu den verschiedenen valle's eingelassen. Es gibt mehrere möglichkeiten diese touren zu bestreiten. manche mit dem auto, manche mit dem fahrrad und manche zu pferd! Natürlich sind wir sofort für die variante mit den pferden begeistert gewesen! Und wenn man schon mal hier ist, warum dann auf sparflamme fahren? Gleich volle 8h! Ganz oder gar nicht! 8h...was das bedeutet wissen wir alle aber auch erst jetzt, einen tag danach!! es wird schon werden, bis zur hochzeit können wir bestimmt alle wieder aufrecht gehen und ohne stöhnen und ächzen weitere distanzen bestreiten!

An dieser stelle noch mal ein Danke an den patriotischen diesciocho, colorete und dorenta, unsere tapferen gaulse die uns mutig und erfolgreich über alle berge, schluchten, dünen und täler getragen haben!

sport ist mord.





Pläne kann man in einer stadt wie iquique und deren umgebung viel und vor allen dingen differenziert schmieden, je nach dem was man für eine natur backpacker ist! Vorgenommen haben wir uns während den 10 tagen die wir hier sind, unheimlich viel, auch wenn die stadt an sich kulturell nicht so viel zu bieten hat!wie jeder weiß ist theorie die eine, aber die praxis noch eine ganz andere seite der medaille.
Im weiteren umkreis von iquique liegt zum bespiel pica, eine oasenstadt in der wüste, in der wir unsere schwimmkünste in quellseen weiter ausbauen und vertiefen wollten, tja zu früh gefreut. der plan ging, wie bereits bekannt, ja schon mal tüchtig in die hose, dank der hexe die sich theresa als opfer ihrer kräfte ausgesucht hat!
Aber nichts desto trotz haben sich die restlichen 2/3 der gruppe tapfer gesund gehalten und immer noch mit dem festen entschluss neues zu probieren dafür entschlossen, surfen zu lernen!
Gesagt, getan! Lalo, der nette „junge herr“ der uns bereits vorher schon hilfsbereit unter die arme gegriffen hat, als es um die freitagabendplanung ging,war auch diesmal sofort bei der sache! Nachdem candy und riah, schön brav ihren vormittag in der sprachschule verbracht haben, ging es nach dem mittagessen (brötchen mit butter und manjar) in den surf-vorbereitungsbereich des hostals, in dem wir unsere wundervollen neoprenanzüge (angezogen bekommt wirklich jeder mensch die form einer seerobbe!) und unsere bords bekamen! Dann gings an den 2 min entfernten strand und zu den trockenübungen mit dem pazifik als ansporn vor der nase. Nachdem der rhythmus mit dem 1-2-3 irgendwann verinnerlicht war, gings endlich ins kühle nass!obwohl eigentlich nur ins nass, denn neoprenanzüge halten was sie versprechen!
Naja, alles in allem haben wir zwei uns schon ganz gut gemacht, das ging schon 3, 4 mal stehend auf dem bord bis zum notausgang das ozeans! Mit ganz viel wasser in allen dem meer zugänglichen körperöffnungen, einer wundervollen erfahrung und einem ganz neuen gefühl der fortbewegung mehr, gings dann irgendwann zurück, zum anzug von der haut pellen und eine süßwasserdusche nehmen!
Mit dem surfen noch nicht genug, musste es dann am folgenden tag auch noch das sandborden sein, diesmal aber nicht mit lalo sondern mit julio ( im spanischen bedeutet der name Juli) unserem mittlerweile super guten argentinischen freund, der in chile geboren wurde, dann in argentinien gelebt und aufgewachsen ist, und nun zum reisen wieder hier ist und nun schon seit 3 monaten im hostal die nachtwachen schiebt und mich während einer dieser schichten für te con leche begeistern konnte!
Auf jeden fall ging es dann mit vinko, dem inhaber des hostal im jeep von seiner mama, zu sechst und ohne anschnallen, in die dünen iquique's, die sich wie keine anderen zum praktizieren dieses sportes eignen!
Wozu lange einweisungen? Angeschnallt die dinger und ab geht’s. Holla die waldfee...Nach den ersten paar malen sind dann aber alle nur noch halb so viel gefallen! Sogar christa, (ebenfalls deutsche und im selben hostal gestrandet wie wir) gab nie auf und kämpfte sich nach dem sie oben angekommen war immer wieder fleißig den berg hinunter! Nach zwei stunden war auch diese erfahrung beendet und wir mit den taschen voll güldenem sand wieder zurück „zu hause“.

Sport ist mord, aber in manchen fällen hilft er wunder! Denn, glaube es wer will, aber unsere fast querschnitz gelehmte thesi hat durch die vereinzelten versuche des sandboardens sogar plötzliche, fast magische heilung erfahren!

Riahcandythesi,
no games, just sports

Dienstag, 6. Oktober 2009

„krank bin ich nicht, aber... gesund bin ich auch“

das kann zur zeit auch wirklich nur unsere liebe Riah von sich behaupten.
Ansonsten leiden Friedrich und der rest der reisegruppe an verschiedenen krankheiten.
Alles fing am samstag vormittag an. Die reisegruppe hatte einen campingausflug nach pica, eine oasenstadt mitten in der atacamawüste, geplant. Alles war vorbereitet, die tickets gekauft und die sachen gepackt.
Auch der Abfahrtsort des busses wurde mithilfe von Susanna, der spanischlehrerin geklärt. In chile fährt ein bus nämlich nicht unbedingt an der haltestelle ab, wo man die fahrkarten kauft. Nachdem wir zum bus gehetzt waren, entschieden wir uns, uns aufzuteilen, weil nun doch an dem abfahrtsort gezweifelt wurde. Also blieb Thesi an der verabredeten straße stehen und die restlichen zwei gingen vorsichtshalber zur „richtigen haltestelle“. Es kam ein bus „PICA“, Thesi hielt ihn an und machte dem fahrer klar, dass er doch bitte „tres minutos“ warten soll, weil sie noch die amigas holen wollte. Der fahrer nickte und zeigt auf eine ecke wo er warten wollte. Nun hieß es sich zu beeilen, denn der fahrer würde dort nich lange stehen, weil er sonst ärger mit den carabineri bekommen würde. Schnell war der rest der reisegruppe gefunden und zum rennen animiert. Plötzlich KRACH....BUM...ZACK und AUS!! sie schmiss ihre sachen von sich und das einzige was sie sagen konnte war“ hexenschuss“. Perfektes timing! es war mittag und heiß, denn es schien das erste mal so richtig die sonne. so stand die reisegruppe mitten in iquique an jener stelle vor der man kurz zuvor von den carabineri gewarnt wurde, weil es hier wohl sehr gefährlich sei. Also hieß es schnell handeln. Während die von der hexe erwischte versuchte ihrer nun packeselähnlichen reisegruppe zu folgen, sahen alle drei wehmütig dem wohl richtigen bus hinterher, der letztendlich dort abfuhr wo er eigentlich nicht abfahren sollte.
Damit war der ausflug nach pica gestorben.
Die chilenen präsentierten gleich wieder ihre hilfsbereitschaft. So hielt der taxifahrer dort wo er nicht halten durfte, Susanna kam sofort nachdem wir sie verzweifelt anriefen und fuhr mit Riah in die apotheke, auch die leute aus dem hostel waren sehr hilfsbereit.
Tja natürlich hat auch alles etwas postives. zum beispiel konnte unser lieber Friedrich all ihre sachen waschen- in der hoffnung, dass unser neues haustier, der kleine floh hugo, einen qualvollen tod in weiten der waschmaschine stirbt. Doch er scheint unbesiegbar. So unbesiegbar, dass man mittlerweile garnicht mehr glaubt, dass es sich um einen floh handelt und lustige tabletten gegen den starken juckreiz schluckt.

Alles in allem kann man sagen, dass durchaus noch hoffnung für die reisegruppe besteht.
Bald können wir sicher wieder gemeinschaftlich sagen: krank sind wir nicht, aber.. gesund sie wir auch.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Globalisierung macht's möglich...



hier in chile braucht es nicht viel um mochilera's wie uns zu begeistern!
Alles ist neu und somit entweder sofort cool, oder einfach nur verrückt.
Eigenarten haben wir in den letzten Post's mehr als möglich versucht wieder zu geben, obwohl die vielfalt einfach kein ende nimmt.
So zählen chilenen zum beispiel nicht wie die europäer beginnend mit ihrem daumen, nein, sie bevorzugen den umgekehrten weg! Der kleine finger zu erst. Vom kleinen zum großen. Für europäische hände fast nicht krampffrei zu bewälltigen, da zwischen ring und mittelfinger eine so starke bindung besteht, das sie einfach nicht voneinander lassen können!
Da wir aber, wie eben schon erwähnt, wirklich viel an zeit, muße und kreativität in die präsentation sowie produktion der vergangen situationen investiert haben, kommen wir nun zu einem anderen aspekt des verweilens hier in chile!

Natürlich gibt es eine hohe wahrscheinlichkeit dafür in chile, chilenen kennen zu lernen. Sollte man meinen.
Lebt man aber wie wir in einem hostal, trifft man vielleicht mit ganz viel glück auf einen, aber wenn man sich keine mühe gibt kann man sie einfach übersehen, denn die durchschnittliche körpergröße eines chilenen entspricht der eines kleinen freidrichs, oder man sucht sie gar nicht erst, weil die vielfalt von verschiedenen nationen so groß ist, das man vorher einfach an ein paar dutsch guys geraten kann.
Tja, und wenn man sich schon mal beim gemütlichen hamburger-essen kennenlernt, kann man sich natürllich auch gleich noch einen termin zum gemeinschaftlichen ausflug ins stadium machen!
Fussball hat eine lange tradition und die sympathien breiter bevölkerungsschichten in deutschland, holand, so wie in chile, können selbst wir nun mittlerweile nicht mehr leugnen.
so wurde es freitag nacht und alemania, holanda y américa begaben sich auf ihren weg!
alles in allem war es ein famoses spiel!( iquique befindet sich momentan auf dem letzten platz aller mannschaften in ganz chile, definitiv begründet, aber unwichtig!)
trotzdem kamen wir in den genuss einer schnelleinweisung in die welt und regeln des fussballs und die emotionen die solch ein sport hervor rufen kann, egal auf welchem fleckchen erde.
Platz nach oben und somit steigerungsmöglichkeiten sind aber in jeder situation vorhanden!
so begab sich die reisegruppe samt neuen freunden und dem einen chilenen den sie doch noch kennen gelernt haben, nach einem zufriedenstellenden ergebniss von 2:2 und langem hin und her in eine bar namens "democracia".
die tür geht auf, das licht scheint hell und alle augen natürlich sofort auf uns!viele leute!sehr viele leute und alle würden gerne mit einem reden! offen sind sie alle.keine frage.
und so hatten wir die bis jetzt schönste nacht auf unserer reise, zusammen mit freek & christiaan (holanda), tony (américa), lalo (chile) und georg (peru) in einer chilenischen bar mit einer live band, deren repatoire sämtliche metallica lieder der geschichte beinhaltete! pisco und cervesa immer mit dabei!!
5.30 uhr fanden wir dann doch noch den weg ins bett und verflixt noch mal, was das leben machnmal für geschichten schreibt!=)

Freitag, 2. Oktober 2009

spekulation mit einer kleinen prise wissen...

Lustig ist wirklich, was uns vor unserer reise an stereotyp- merkmalen genannt und beigesteuert worden ist &... was letztendlich der wahrheit entspricht!
das hartnäckigste gerücht, das sich vor unserer reise quasi schon schon fest in unser bild der chilenen eingebrannt hat, war das alle, aber auch wirklich alle menschen hier unten bildhübsch seinen sollen.
natürlich stellt sich von anbeginn die frage der definition des begriffes "hübsch", aber wie auch immer, nach eingehender beobachtung können wir nun behaupten, das alles, aber auch wirklich alles an diesem gerücht vollkommen erfunden oder bereits veraltet sein muss. ich wage sogar zu behaupten bis jetzt noch nicht einen hübschen iquique-janer beziehungsweise chilenen gesichtet zu haben. vielleicht steigert sich der schönheitsgrad der menschen aber auch mit dem breitengrad in dem sie leben?
auf jeden fall gibt es im süden noch steigerungsmöglichkeiten!
ein zweites gerücht, noch stärker hervorgehoben als das der chilenischen schönheit, ist das phänomen margot honecker. ja, laut der ostdeutschen bevölkerung unseres landes soll sie noch immer leben und in santiago ihr quartier aufgeschlagen haben. spricht man aber menschen verschiedener altersgruppen auf diese person an, wird man nur mit fragenden gesichtern beschenkt. dieses gerücht können wir also bis jetzt weder bestetigen noch vernichten. jedoch können wir übermitteln, das ihm hier keinesfalls die annähernd gleiche aufmerksamkeit gewidmet wird, wie del este de aleman!

das schöne ist jedoch, das wir vielleicht mit einer kraxe voll gerüchten hierher gereist sind, aber nur mit wahren geschichten zurück kommen werden!!

Die chilenen fahren zum beispiel voll darauf ab ihre alarmanlagen( in absolut jedem auto ohne ausnahme vorhanden, jenachdem was man davon noch über die straßen fahren sieht) typ gerecht auszustatten.
es gibt hier nicht etwa nur eine penetrante, sich immer wiederholende melodie..., nein! hier scheint es so eine art jamba-klingelton-sparabo für alarmanlagen zu geben!

stellt euch also vor, es wird in der nacht ein auto geknackt, erstens hört es bestimmt so schnell nicht auf zu singen, da der besitzer wahrscheinlich noch mitten im zentrum unterwegs ist und sein auto in der nähe vom strand geparkt hat, um sich die parkkosten zu ersparen und zweitens bekommt man dann eine fülle an rhytmen und tönen um die ohren, das man sogar aus der tiefsten tiefschlafphase wieder aufgeweckt wird!
ab diesem zeitpunkt kann man nur hoffen das die batterie nicht mehr lange macht!

ein weiterer tick der chilenen ist, alles noch umständlicher zu machen als es so schon für uns, als reisegruppe ist!
so geht man nicht einfach in einen laden, sucht sich etwas aus und bezahlt es anschließend bei dem verkäufer in der nähe der kasse.
das wäre der deutsche weg, vollkommen überbewertet hier in der gegend.glaubt mir. ich spreche aus erfahrung. die chilenen haben sich da ein ganz anderes system einfallen lassen. ich denke das prinzip dahinter ist, die beschäftigung von möglichst vielen menschen an ein und dem selben ort zu ermöglichen!
geht man hier in einen laden jedwerder art, begrüßt man sich mit hola, teilt allen mit, das man un poco de espanol versteht und beherrscht und versucht dann mit einem gemisch aus spanischen brocken, zeichensprache und deuten auf die gewünschten gegenstände, eine beiderseitige verständigung herbei zuführen.
ist man an diesem punkt angelangt geht man über zu phase zwei. der/die verkäufer/in begibt sich in die nähe des computers und gibt den betrag ein. man bekommt einen coupon, dem deutschen ähnlich und reicht das zu bezahlende geld in die nähe der noch freien hand des/der verkäufer/in.
fehler im system!
an diesem punkt wird man freundlich, aber bestimmt in die richtung des/der kassierer/in am an deren ende des raumes verwiesen. dort angekommen zeigt man den drei meter entfernt ausgedruckten bon und wird hier nun gebeten zu bezahlen! der/die verkäufer/in stellt sich daneben und wohnt dem geschehen bei! anschließend sagen alle chao und der einkauf hat sein jehes ende gefunden!
einkaufen auf chilenisch! =)
wenn das nicht tranquilo ist...